Am Wochenende steht für Fabio Scherer das Saisonhighlight im Rahmen der FIA World Endurance Championship (WEC) auf dem Programm. Zum ersten Mal in seiner Karriere bestreitet der 22-jährige Engelberger die 24 Stunden von Le Mans. Der Klassiker unter den Autorennen wird seit 1923 auf dem Circuit des 24 Heures südlich von Le Mans ausgetragen. Ursprünglich reichte die Strecke mit einer Rundenlänge von ca. 17,3 km bis in die Innenstadt von Le Mans und wurde 1932 auf etwa den heutigen Verlauf mit 13,88 km Länge gekürzt.

Scherer und sein Team United Autosports wollen nach bereits zwei Siegen in dieser Saison natürlich auch beim wichtigsten Rennen des Jahres ganz oben in der Kategorie LMP2 stehen. Dafür wirft das Team seine ganze Erfahrung in die Waagschale. Für Rookie Scherer bedeutet es: Lernen, lernen und nochmals lernen.

«Für mich ist in Le Mans vieles neu», sagt der von STOBAG und ATS Banding Systems unterstützte Scherer. «Ich habe noch nie ein 24-Stunden-Rennen bestritten. Und ich bin auch noch nie in der Nacht gefahren. Ich bin also gespannt, was auf mich zukommt und hoffe, dass ich einen möglichst perfekten Job abliefere, damit wir in der Teamwertung auch nach Le Mans weiter in Führung liegen.»

Scherer hat am Sonntag in einer Trainingssitzung einen ersten Eindruck von der legendären Strecke an der Sarthe bekommen. Der ehemalige DTM-Pilot absolvierte knapp 35 Runden und zog trotz eines kleinen Ausrutschers ein positives Fazit: «Das Layout gefällt mir. Es gibt ein paar wirklich schnelle Kurven, die sehr herausfordernd sind, aber gleichzeitig auch viel Spass machen. Auf den Geraden erreichten wir einen Topspeed von ca. 320 km/h. Das ist im Hinblick auf das Rennen eine gute Marke. Woran ich mich noch gewöhnen muss, ist die Breite der Strecke. Sie ist sehr schmal. In einigen Kurven kam ich mir vor wie auf der Kartpiste.»

Für Scherer und sein Team United Autosports, das 2020 in der LMP2 den Klassensieg feiern durfte, gilt es ab Mittwochnachmittag ernst. Von 14-17 Uhr findet das erste freie Training statt. Von 19-20 Uhr steht dann das Qualifying auf dem Programm. Weiter geht’s von 22-24 Uhr mit einem ersten Nachttraining.

Am Donnerstag gibt es zwei weitere Trainingssitzungen: wieder von 14-17 Uhr und 22-24 Uhr. Dazwischen findet noch die Hyperpole statt (21-21.30 Uhr) mit den besten sechs Autos aller Klassen. Der Freitag ist rennfrei. Am Samstag folgt zwischen 11.30-11.45 Uhr ein Warm-Up- Ehe dann um 16 Uhr die 89. Ausgabe der legendären 24h von Le Mans gestartet wird.

Eurosport und Nitro übertragen das Rennen im Free-TV. Es gibt ausserdem die Möglichkeit, die 24h von Le Mans über die kostenpflichtige WEC-App zu Verfolgen. Für 9,99 Euro gibt es dort das Rennen in voller Länge für mobile Endgeräte oder den PC.

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