Es hat nicht sollen sein! Fabio Scherer hat bei seiner Premiere beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zwar die Zielflagge gesehen, ein technischer Defekt in der Nacht hat ihn und seinen LMP2-Boliden mit der #22 des Teams United Autosports aber weit zurückgeworfen. Am Ende resultierte der 40. Rang im Gesamtklassement respektive der 18. Platz in der LMP2.

«Natürlich bin ich sehr enttäuscht», sagt Scherer. «Vor allem, weil das Rennen bis zum Zeitpunkt unseres Defekts sehr gut gelaufen ist. Wir haben uns vom 12. Startplatz in der LMP2 ganz nach vorne gearbeitet und hätten unter normalen Umständen einen Platz auf dem Podium erreichen können. Doch nachts um 5.12 Uhr, als ich im Auto sass, wurde es plötzlich dunkel im Cockpit. Das Team sagte mir, ich solle sofort an die Box kommen. Dort hat man ein Stromversorgungsproblem festgestellt. Die Reparatur kostete uns fast zwei Stunden.»

Mit 33 Runden Rückstand auf das zu diesem Zeitpunkt führende LMP2-Team nahm der Wagen von Fabio Scherer und seinen beiden Teamkollegen Filipe Albuquerque und Phil Hanson das Rennen um 7 Uhr morgens wieder auf.

«Die Chancen, dass wir noch etwas ausrichten konnten, lagen natürlich bei Null», sagt Scherer. «Aber wir haben trotzdem weitergekämpft und ich bin in meinem letzten Stint am Mittag die besten Zeiten aller LMP2-Autos gefahren. Das war ein kleiner Trost, hat aber natürlich nicht über die Enttäuschung hinweggeholfen.»

Mit der Herausforderung «Le Mans» ist der von STOBAG und ATS Banding Systems unterstützte Rennfahrer aus Engelberg sonst sehr gut zurechtgekommen. Abgesehen von einem Ausrutscher am Abend, als es zu regnen begann, hat Scherer sein erstes 24-Stunden-Rennen problemlos absolviert.

«Ich habe auf und neben der Strecke einen guten Rhythmus gefunden. Und möchte mich an dieser Stelle auch beim Team United Autosports sowie meinem Personaltrainer Marc Leuenberger für Ihre Unterstützung bedanken. Mein Dank geht auch an meine beiden Teamkollegen Filipe und Phil. Sie haben mir vor und während des Rennens mit ihrer Erfahrung sehr viel geholfen. Auch möchte ich noch WRT, meinem Ex-Team aus der DTM, zum Sieg in der LMP2 gratulieren! Für mich war dieses Rennen die grösste Herausforderung, die ich als Rennfahrer erleben durfte. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, auch wenn am Ende das Resultat nicht gestimmt hat. Aber der Spirit von Le Mans hat mich definitiv in seinen Bann gezogen. Ich werde wieder hierherkommen. Dieses Rennen lässt mich nicht los!»

Für Scherer geht es am 30. Oktober mit dem vorletzten Lauf zur WEC-Saison, dem Sechs-Stunden-Rennen in Bahrain, weiter. Bereits am kommenden Wochenende bestreitet Fabio im Rahmen des Formel-1-GP von Belgien in Spa-Francorchamps sein viertes Rennen im Mobil 1 Porsche Supercup.

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