Am kommenden Sonntag, 13. Juni, steht für Fabio Scherer in Portimão der zweite Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf dem Programm. Nach dem souveränen Sieg beim Auftaktrennen im belgischen Spa-Francorchamps von Anfang Mai will Scherer und sein Team United Autosports auch in Portugal um den Sieg in der LMP2 mitfahren.

Für Scherer gibt es teamintern eine Veränderung gegenüber dem ersten Rennen in Belgien. Statt Filipe Albuquerque, der bei der IMSA in Amerika im Einsatz steht, wird Paul di Resta als Ersatzfahrer ins Lenkrad greifen. Der Schotte ist bei United Autosports ein Altbekannter. Von 2018 bis 2020 fuhr der ehemalige Formel-1-Pilot und DTM-Champion für das Team von Zak Brown und Richard Dean. Trotz der Erfahrung di Restas wird es eine Umstellung für Scherer sein, beim zweiten Rennen einen neuen Teamkollegen an seiner Seite zu haben.

«Es ist natürlich sehr schade, dass Filipe sein Heimrennen verpasst», sagt Scherer. «Er hätte uns auf seiner Hausstrecke in Portimão mit seiner Routine sicher viel geholfen. Aber ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Paul. Er hat in der letzten Saison vier Siege für United Autosports herausgefahren und kennt das Team in- und auswendig. Ich bin überzeugt, wir werden von seiner Erfahrung profitieren.»

Die 4,692 Kilometer lange Strecke von Portimão an der Algarve kennt Scherer von Formel-3-Testfahrten. Ein Rennen ist der gebürtige Luzerner, der am Renntag seinen 22. Geburtstag feiern wird, auf der zuletzt auch die Formel 1 gastierte, noch keines gefahren. «Portimão ist eine tolle Rennstrecke», sagt Scherer. «Die Kurven dort gefallen mir. Sie hat einen Old-Style-Charakter und ist sehr abwechslungsreich und interessant.»

Trotz der Nähe zum Atlantik wird es am Rennwochenende voraussichtlich bis zu 30 Grad warm werden. Das bedeutet für Fahrer und Material eine zusätzliche Belastung. «Es wird physisch sicher sehr anstrengend werden», meint Scherer. «Vor allem auch, weil das Rennen über acht Stunden geht, also zwei Stunden länger dauert als in Spa. Durch die kürzere Strecke als in Belgien wird es auch mehr Überrundungsmanöver geben. Man ist auch in dieser Beziehung mehr gefordert. Ausserdem wird es sicher so sein, dass ich zwei Stints fahren werde.»

In Sachen Ausdauer macht sich Scherer allerdings keine Sorgen. «Im Hinblick auf die 24 Stunden von Le Mans im August habe ich schon jetzt meinen Trainingsplan angepasst. Mein Physio Marc Leuenberger und ich haben in letzter Zeit in längeren Trainingseinheiten sehr viel an der Ausdauer trainiert. Das grössere Problem für Portimão sehe ich bei den Reifen. Die werden bei dieser Hitze schneller abbauen als in Spa.»

Das erste freie Training findet am Freitag, 11. Juni, ab 15.15 Uhr statt. Am Samstag, 12. Juni, haben Scherer und sein Team dann zwei weitere Trainings-Sitzungen. Die eine um 9.35 Uhr, die zweite um 14.00 Uhr. Das Qualifying steht ab 18 Uhr auf dem Programm. Der Start zum Rennen erfolgt am Sonntag, 13. Juni, um 11 Uhr. Das Rennen kann live auf ORF Sport+ verfolgt werden. Auch Eurosport 2 übertragt aus Portimão. Empfehlenswert ist auch die WEC-App mit dem Live-Streaming. Ein guter Tipp ist ausserdem der französische TV-Kanal von «L’Equipe», der ebenfalls eine Liveübertragung mit sehr viel Zusatzinformationen anbietet.

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