Nach der Absage von Sebring startet für Fabio Scherer die neue Saison in der WEC erst Anfang April in Portimão. Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen…

Die neue Saison beginnt für dich statt in Sebring nun Anfang April mit dem 8-Stunden-Rennen in Portimão. Freust du dich darauf?
Fabio Scherer:
Natürlich wäre ich gerne in Sebring gefahren. Ich habe nur Gutes über diese Rennstrecke gehört. Und ich war noch nie in den USA. Deshalb wäre ich da sicher gerne gefahren. Aber Portimão ist auch eine tolle Rennstrecke. Ich kenne sie von Testfahrten in der Formel 3.

Wann sitzt du zum ersten Mal im LMP2-Auto von United Autosports?
Die ersten Tests sind für Ende Januar/Anfang Februar in Spanien respektive Portugal vorgesehen. Wegen der Corona-Pandemie ist noch nicht klar, ob diese Tests durchgeführt werden können. Für mich wären sie sehr wichtig. Ich brauche jeden Kilometer, um mich mit meinem neuen Auto, dem Oreca 07, und meinem neuen Team United Autosports vertraut zu machen. Ausserdem sind die Tests sehr wegweisend, weil wir 2021 nicht mehr mit Michelin-, sondern Goodyear-Reifen fahren.

Hattest du schon die Gelegenheit, eine Sitzprobe zu machen?
Leider nein. Grossbritannien befindet sich weiter in einem Lockdown-Status. Das macht die Einreise für mich im Moment unmöglich. Ich hoffe, dass wir das aber bald nachholen können. Und dass wir auch bald testen gehen.

Wie muss man sich den Austausch mit dem Team in einer solch speziellen Zeit vorstellen?
Ich habe einige «Manuells» zum Studieren bekommen. Und wir müssen noch ein paar Sachen erledigen – wie beispielsweise den Rennanzug masszuschneidern. Aber im Moment ist es noch ziemlich ruhig.

Hast du deine beiden Teamkollegen Filipe Albuquerque und Phil Hanson schon kennengelernt?
Nicht persönlich, aber wir hatten ein Face-Time-Meeting. Ich habe von beiden einen sehr positiven Eindruck. Phil und ich sind gleich alt. Und Filipe ist eine Art Vaterfigur für uns. Er hat enorm viel Erfahrung. Ich kann sicher viel von ihm lernen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zusammenarbeit.

Wie hältst du dich im Moment fit? An Schnee, um deiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung nachzugehen, mangelt es ja nicht…
Ja, meine einzige Sorge ist die, dass die Skigebiete in der Schweiz wegen der Corona-Pandemie irgendwann doch noch schliessen müssen. Ich hoffe sehr, dass sie offenbleiben.

Was steht ausser Skifahren sonst noch auf dem Programm?
Langlauf und Fitnesstraining. Ausserdem trainiere ich noch auf dem Simulator.

Trainierst du im Hinblick auf die längeren Rennen anders als bisher?
Ja, der Fokus geht mehr Richtung Ausdauer. Schliesslich werde ich bei den Rennen, vor allem in Le Mans, deutlich länger im Auto sitzen, als ich es mir bis jetzt gewohnt bin.

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