Das zweite DTM-Rennwochenende auf der Kurzanbindung des Lausitzrings hinterliess bei Fabio Scherer gemischte Gefühle. Der Pilot von WRT Team Audi Sport belegte im ersten Rennen am Samstag nach einer unverschuldeten Kollision Platz 15. Im zweiten Durchgang am Sonntag fehlten dem von STOBAG und ATS Bandings Systems unterstützten DTM-Rookie 0,25 Sekunden zum ersten Meisterschafts-Punkt.

«Ich hatte am Freitag keinen Grip und war auch mit meiner Leistung nicht zufrieden», sagt Scherer. «Am Samstag im Qualifying konnte ich mich dann aber deutlich steigern und ich ging mit einem guten Gefühl ins erste Rennen. Leider hat mich in Turn 4 mein Teamkollege so unglücklich getroffen, dass ich mich gedreht habe. Es hat eine Weile gedauert, bis ich in einen Rhythmus kam. Der 15. Rang mit einer Runde Rückstand war am Ende natürlich nicht das, was ich mir erhofft hatte. Aber solche Sachen können im Rennsport halt passieren. Dass ich auf meiner Aufholjagd Robert Kubica umgedreht habe, tut mir leid. Die dafür verhängte Drive-Through-Strafe muss ich so akzeptieren.»


Im sonntäglichen Qualifying hatte Scherer auf seiner schnellsten Runde Verkehr. Ohne dieses Missgeschick wäre er weiter vorne gestanden. Im Rennen war der Schweizer in der Anfangsphase erneut in eine Situation verwickelt, die ihn Plätze kostete. «Ich wurde wieder getroffen», sagt Scherer, der mit 21 Jahren der jüngste DTM-Fahrer im diesjährigen Feld ist. «Aber das war in nicht das einzige Problem. Ich hatte wie schon am Freitag keinen Grip.» Mit dem zweiten Reifensatz nach dem Boxenstopp lief es für Scherer dann deutlich besser. «Plötzlich stimmte die Pace», sagt Scherer. «Und ich habe einige Positionen gutgemacht. Am Ende hat es wegen 0,25 Sekunden nicht zum ersten Punkt gereicht. Das ist schade. Aber die fünfschnellste Rennrunde stimmt mich zuversichtlich.»

In fünf Tagen geht es für Scherer bereits weiter. Wieder fährt die DTM auf dem Lausitzring. Diesmal auf der langen Streckenführung (4,570 km). «Für mich als Rookie ist es ein Vorteil, dass wir nochmals am selben Ort fahren, weil der Erfahrungsrückstand kleiner ist als auf einer neuen Piste. Ausserdem bin ich sehr optimistisch. In der zweiten Rennhälfte am Sonntag haben wir bewiesen, was möglich ist, wenn alles passt. Darauf will ich aufbauen und dann am kommenden Wochenende endlich meine ersten Punkte holen.»

Zeitplan
Freitag, 21. August

1. Freies Training, 13.00-13.45
2. Freies Training, 16.30-17.00

Samstag, 22. August
Qualifying 1, 10.45-11.05
Rennen 1, 13.33-14.50

Sonntag, 23. August
Qualifying 2, 10.45-11.05
Rennen 2, 13.33-14.50

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