• Deutsch
  • Englisch

Fabio Scherer hat in Silverstone die beeindruckendste Leistung im bisherigen Verlauf der FIA Formel-3-Meisterschaft abgeliefert. Scherer ist überzeugt, dass er damit den „Turnaround“ geschafft hat.

Der Fahrer des Sauber Junior Team by Charouz zeigte sein bisher bestes Qualifying. Gefolgt von einer tollen Aufholjagd von Startplatz 16 auf Platz 8. Und das vor einem riesigen Publikum im Rahmen des Britischen Grand Prix.

Fabio erwischte auf einer seiner Lieblingsrennstrecken einen guten Start in das Wochenende. Im freien Training am Freitag war er Elftschnellster. Im Qualifying landetet er sogar auf Platz 9. Damit stand er zum ersten Mal in dieser Saison in den Top 10 der Startaufstellung.

Leider verlief das erste Rennen am Samstag nicht nach Plan. Fabio konnte den Speed der Konkurrenz nicht ganz mitgehen und musste sich mit Platz 16 zufrieden geben. Da die Startaufstellung für das zweite Rennen am Sonntag vom Zieleinlauf am Samstag abhängt, bedeutete das für Fabio viel Arbeit. Doch der 20-Jährige löste diese Aufgabe mit Bravour.

„Vor dem Rennen dachte ich, dass es möglich sein könnte, in die Punkte zu kommen“, sagte der von Stobag unterstützte Fahrer. „Doch ich wusste, dass ich dafür alles geben müsste.“

„Ich habe dann während des Rennens gesehen, wie die Fahrer an der Spitze wild um die Positionen gekämpft haben. Deshalb habe ich beschlossen nicht direkt anzugreifen, sondern das Tempo mitzugehen und mich in eine gute Position zu bringen.“

Die clevere Strategie von Fabio hat sich in der Schlussphase bezahlt gemacht. Mit einem konkurrenzfähigen Auto fuhr Fabio auf Platz 8 vor und drehte in der 20. und letzten Runde sogar noch seine persönliche Bestzeit.

„Ich bin während des Rennens immer schneller geworden“, erklärte Fabio. „Das war das erste Mal in dieser Saison, dass wir wirklich das Tempo hatten, um mit den Vorderleuten zu kämpfen. Mein Auto lag super und es hat richtig Spass gemacht.“

Fabio betonte nach dem Rennen, dass seine Leistung auf die harte Arbeit zurückzuführen sei, die er und die Ingenieure des Sauber Junior Team by Charouz seit dem letzten Rennen in Österreich geleistet haben.

„Ich freue mich für alle im Team. Es war ein Wochenende, das uns Zuversicht gibt. Wir waren im freien Training, im Quali und im zweiten Rennen stark. Das Einzige, was etwas enttäuschend war, war unser Tempo im ersten Rennen. Aber da haben wir uns in Bezug auf die Abstimmung etwas verrannt, hinterher aber die richtigen Schlüsse gezogen.“

„Die letzten Wochen waren für mich die bis dato grösste Herausforderung in meiner Karriere als Rennfahrer, weil wir so viel zu kämpfen hatten. Jetzt bin ich erleichtert und viel entspannter, weil es sich anfühlt, als hätten wir die Kurve gekriegt.“

„Sicher: Es hat länger gedauert, als wir uns das vorgenommen haben, um den ersten Punkt an Land zu ziehen. Aber wir haben jetzt eine Basis, um weitere gute Ergebnisse zu erzielen. Die nächsten Strecken – Hungaroring, Spa-Francorchamps und Monza – sind allesamt Strecken, die mir entgegen kommen. Ich bin also zuversichtlich, dass es weiter aufwärts geht.“

Das nächste Rennen von Fabio im Rahmen der FIA F3-Meisterschaft findet vom 2. bis 4. August in Ungarn statt.

Nachrichten

Scherer fährt 2021 WEC mit United Autosports

Fabio Scherer wechselt auf die neue Saison hin in die World Endurance Championship (WEC). Der 21-jährige Innerschweizer hat einen Vertrag bei United Autosports unterschrieben. Dort…

/Lesen

Hockenheim: Motorschaden verhindert weiteres Top-Ergebnis

Fabio Scherer hätte seine erste DTM-Saison in Hockenheim gerne mit einem weiteren Highlight beendet. Ein Motorschaden im ersten Rennen hinderte den jungen Schweizer jedoch daran.…

/Lesen

Vorschau Hockenheim: «Nochmals zeigen, was in mir steckt!»

Am kommenden Wochenende findet auf dem Hockenheimring der neunte und letzte Lauf zur diesjährigen DTM statt. Für Fabio Scherer geht damit die kürzeste Saison in…

/Lesen

Zolder: Am Samstag top, am Sonntag abgeschossen

Fabio Scherer hat seinen hervorragenden fünften Platz von der Vorwoche bestätigt. Beim zweiten Aufeinandertreffen der DTM im belgischen Zolder lieferte der von STOBAG und ATS…

/Lesen