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Der Schweizer Fabio Scherer erlebte am Nürburgring beim achten Event der FIA Formel-3-Europameisterschaft ein charakterbildendes Wochenende. Seine Bemühungen blieben in allen drei Rennen unbelohnt.

Der 19-jährige F3-Rookie reiste mit einem guten Gefühl zum Nürburgring, hatte er doch dort in der Vergangenheit schon sehr gute Rennen gezeigt. Doch die 3,62 km kurze und technisch anspruchsvolle Strecke entpuppte sich für Fabio als wahre Herausforderung. Für das erste Rennen qualifizierte er sich lediglich auf P17.

«Es war ein schwieriges Wochenende – vom ersten Moment an im freien Training», erklärt Fabio. «Wir hatten Mühe, das richtige Set-Up zu finden. Wir haben dann für das Qualifying einige Sachen umgestellt. Für gewöhnlich läuft es dann besser. Aber irgendwie sind wir in die falsche Richtung gegangen. Wir waren punkto Speed plötzlich total von der Rolle.»

«Es war eine sehr ungewöhnliche Situation. Und ich empfand es als sehr schwierig, mich dem Fahrstil, den es am Nürburgring braucht, anzupassen.»

Die Hoffnung, dass es im ersten Rennen möglichst rasch nach vorne geht, lösten sich zu allem Überfluss schon nach wenigen hundert Metern in Rauch auf. Vor Fabio kam es nämlich zu einer Kollision mit mehreren Autos. Und dieser konnte er nicht mehr ausweichen. An Fabios Dallara-Volkswagen knickte die linke Vorderradaufhängung weg. Der Motopark-Pilot musste das Rennen an der Box aufgeben.

Für die Rennen 2 und 3 qualifizierte sich Fabio auf den Plätzen 18 und 16. Und als Fabio am Sonntagmorgen das zweite Rennen des Wochenendes in Angriff nahm, schien er auch wieder mehr Vertrauen ins Auto zu haben.

«Im zweiten Rennen stimmte zum ersten Mal an diesem Wochenende die Pace. Es hatte sich plötzlich wieder so angefühlt, als sässe ich in einem Formel 3. Ich musste in der ersten Kurve hart in die Eisen steigen, um eine Kollision zu vermeiden. Dadurch habe ich den einen oder anderen Platz verloren. Meine Rundenzeiten waren danach sehr gut. Und nach einer kurzen Safety-Car-Phase konnte ich endlich mein Potenzial zeigen.»

Fabios Aufholjagd endete auf dem elften Platz. Er hatte also sieben Positionen gut gemacht und einige gute Überholmanöver gezeigt.

Im dritten Rennen startete Fabio von P16. Wieder gelangen ihm zwei starke Überholmanöver, was am Ende Platz 14 bedeutete.

«Im dritten Rennen waren die Bedingungen wieder anders. Es war wärmer geworden. Dadurch war der Asphalt rutschiger. Es war sehr schwierig zu überholen.»

Fabios Fokus liegt nach dem schwierigen Wochenende am Nürburgring nun bereits wieder auf dem nächsten Rennen, das vom 21. bis 23. September am Red Bull Ring stattfindet.

«Ich denke, dass sich auf dieser Racer-Strecke das Blatt wieder zu meinen Gunsten wendet. Als wir im Winter dort getestet haben, lief es sehr gut. Und beim letzten Rennen dort drehte ich die schnellste Rennrunde. Noch verbleiben sechs Rennen. In denen will ich nochmals zeigen, was ich kann. Ich bin überzeugt, dass ich noch ein paar gute Ergebnisse abliefern werde.»

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