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Fabio Scherer hat am Wochenende die Läufe 25 bis 27 im Rahmen der FIA Formel-3-Europameisterschaft im österreichischen Spielberg absolviert. Sein Highlight war die Aufholjagd von ganz hinten bis auf Rang 7 in die Punkteränge.

Fabios Wochenende startete sehr gut mit P4 im freien Training. Auf seiner schnellsten Runde um den 4,31 km langen Rundkurs war er nur 0,056 Sekunden langsamer als die Spitze. Leider konnte er im ersten Qualifying nicht mehr an dieses gute Training anknüpfen, weil es an seinem Dallara-Volkswagen ein technisches Problem gab.

«Ich war sehr zuversichtlich für das Qualifying, aber dann gab es ein Problem», erzählt Fabio. «Das hat mich an der Box zwei Runden gekostet. Das habe ich dann zu spüren gekriegt, weil ich die Reifen in kürzerer Zeit aufwärmen musste und auf kühleren Reifen gezwungen war, gute Rundenzeiten zu erzielen. Startplatz 9 war unter diesen Umständen akzeptabel. Aber es hätte besser sein können.»

Das erste Rennen am Samstagmittag wurde bei nassen und kühlen Bedingungen gestartet. Schon nach der ersten Kurve lag Fabio auf Platz 7. Leider verlor er wieder eine Position, weil er wegen eines Kontakts in Turn 3 Schwung eingebüsst hatte.

Im Laufe des Rennens wurde Fabio aufgefordert, die am Start gutgemachten Positionen wieder zurückzugeben. Die Rennleitung warf ihm vor, dass er ausserhalb der Streckenbegrenzung einen Vorteil erzielt habe.

«Das war eine frustrierende Entscheidung. Ich bin mir nicht sicher, was die Stewards da Verdächtiges gesehen haben. Aber so bin ich wieder auf P10 zurückgefallen.» Immerhin: Fabio konnte den einen Platz wieder zurückerobern.

Am Nachmittag schöpfte Fabio für das zweite, trockene Qualifying, in welchem die Startpositionen für die Rennen 2 und 3 herausgefahren werden, neue Hoffnung.

«Wir hatten das Set-Up leicht verändert. Aber als ich mit neuen Reifen herausging, hatte ich Mühe, eine gute Balance zu finden», sagt der Motopark-Pilot. «Mit den Positionen 12 und 15 war ich dementsprechend unzufrieden.»

Aufgrund eines Vergehens im Anschluss an das erste Rennen bekam Fabio obendrauf noch eine Startplatzstrafe von 10 Positionen für Lauf 2 aufgebrummt.

Das bedeutete, dass Fabio vom zweitletzten Startplatz aus ins Rennen gehen musste. Davon liess sich der junge Schweizer aber nicht beeindrucken. Und er kämpfte sich in einem actiongeladenen Rennen von ganz hinten bis auf den siebten Schlussrang vor.

«Das war Wiedergutmachung. Kompliment ans Team. Das Auto war wirklich top, die Pace war super und ich konnte sehr gut überholen.»

Fabio rundete das Wochenende im dritten Rennen mit einem zwölften Platz ab. Das Wetter hatte sich inzwischen wieder erholt, die Sonne schien und die Temperaturen waren fast schon wieder hochsommerlich. Dadurch bauten die Reifen schneller ab, was die Fahrer davon abhielt, herzhaft zu attackieren.

«Wir haben uns gegenüber dem letzten Wochenende am Nürburgring gesteigert», bilanziert Fabio sein Rennwochenende am Red Bull Ring. «Aber ich bin noch immer nicht dort, wo ich mit meinem Speed hinkommen könnte; sprich regelmässig in die Punkte und aufs Podest. Ich weiss, dass ich es besser machen kann. Und das will ich beim Saisonfinale nochmals zeigen.»

Dieses findet am 13./14. Oktober auf dem Hockenheimring statt.

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