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Für Fabio Scherer geht die FIA Formel-3-Saison an diesem Wochenende weiter. In Silverstone will der Schweizer sein Punkte- und Podiumskonto aufstocken.

Beim letzten Rennen in Spa-Francorchamps stand Fabio zum ersten Mal in seiner F3-Karriere als Zweiter auf dem Podium. In Silverstone möchte er diese Leistung nur zu gerne wiederholen.

«Ich freue mich sehr auf dieses Rennwochenende», sagt der 19-jährige Fabio. «Es ist eine Premiere für mich. Ich bin zuvor noch nie in Grossbritannien gefahren, was eigentlich sehr schade ist, weil dort doch schon so viel Rennsportgeschichte geschrieben wurde.»

«Obwohl Silverstone in Sachen Rennen Neuland für mich ist, fühle ich mich blendend. Die Zuversicht schöpfe ich aus einem Simulator-Test, den ich Anfang der Woche bei meinem Team Motopark absolviert habe.»

Fabio wird die bevorstehenden Formel-3-Rennen auf dem GP-Kurs austragen. Also auf der 5,9 km langen Strecke, die bekannt ist für seine Highspeed-Kurven Copse und Stowe. Aber auch für die schnelle Kombination Maggots-Becketts-Chapel.

«Silverstone bietet einige Kurven und Kurvenkombinationen, die es wirklich in sich haben», sagt der von Stobag unterstützte Motopark-Pilot. «Viele dieser Kurven gehen im Formel-3-Auto voll. Das heisst, man muss sehr präzise fahren, damit man auch wirklich eine Top-Zeit erzielt.»

Silverstone gilt mit seinen 18 Kurven als High-Downforce-Strecke.

«Mit einer Low-Downforce-Konfiguration würde man durch die schnellen Kurven zuviel Zeit verlieren», sagt Fabio. «Mit dem Überholen wird es nicht ganz so einfach werden wie zuletzt in Spa.»

Auch das Wetter darf man nicht ausser Acht lassen. Silverstone ist für seine Kapriolen bekannt. Das wiederum könnte aber für Fabio positive Auswirkungen auf den Reifenverschleiss haben.

«Die Bedingungen werden sicher etwas kühler sein als wie zuletzt in Spa. Das heisst, die Reifen werden nicht ganz so hart rangenommen wie bei den Rennen in Belgien. Das ist bei meinem, eher aggressiven Fahrstil von Vorteil. Selbst ein paar Regenschauer würden mir nichts ausmachen. Ich habe in Spa bewiesen, dass ich bei wechselnden Bedingungen einer der Schnellsten bin.»

Fabio sieht bei den verbleibenden fünf Rennwochenenden gute Chancen, sein Punktekonto so wie zuletzt in Spa weiter aufzustocken. Schliesslich kann man pro Rennwochenende im Maximum 75 Punkte holen. Da ist für den zurzeit auf P12 liegenden Luzerner also noch alles offen. Auch in der Rookie-Wertung, in welcher Fabio auf P6 liegt.

«Es ist noch nichts verloren. Die Abstände sind sehr gering. Es hat bisher viele verschiedene Rennsieger gegeben. Und wenn ich so weitermache, wie zuletzt in Spa, dann bin ich überzeugt, dass mir noch ein Sprung nach vorne gelingen wird.»

«Doch daran will ich eigentlich gar keine Gedanken verschwenden. Ich nehme jedes Rennen, wie es kommt.»

Der Zeitplan sieht vor, dass Fabio freitags das freie Training und die Qualifikation bestreitet. Samstags stehen dann zwei Läufe auf dem Programm. Am Sonntag – vor dem WEC-Rennen – findet der dritte Lauf statt.

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