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Der Schweizer Fabio Scherer wird an diesem Wochenende im Rahmen der FIA Formel-3-EM die Läufe 13 bis 15 auf dem legendären Rundkurs in Spa-Francorchamps bestreiten. Die Vorfreude darauf ist gross.

Der 19-jährige Motopark-Pilot, der von Stobag unterstützt wird, liebt klassische Rennstrecken wie Spa. Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von mehr als 190 km/h und Kurven, die voll gehen und die die Spreu vom Weizen trennen.

«Ich freue mich sehr auf diese Rennen», sagt Fabio. «Spa ist ein Klassiker. Einfach wird es nicht werden. Wir fahren dort gewöhnlich mit einer Low-Downforce-Abstimmung, um auf den langen Geraden möglichst viel Topspeed zu haben. Das heisst im Umkehrschluss aber auch, dass einem in den Kurven Abtrieb fehlt. Das macht es ganz schön knifflig.»

«Die langen Geraden bieten in den Rennen den Vorteil, dass das Überholen einfacher ist. Es hat aber auch einen Haken: Im Qualifying brauchst du unbedingt Windschatten. Sonst verlierst du viel Zeit.»

Mit 7,0 km ist Spa-Francorchamps die längste Rennstrecke im Kalender der F3-Europameisterschaft. Dafür bietet sie einige Stellen, die zum Überholen geeignet sind.

«Gute Startpositionen sind wichtig, aber weil man in Spa auch gut überholen kann, ist die Startaufstellung nicht so matchentscheidend wie auf anderen Strecken. Wenn du eine starke Rennpace hast, dann kannst du in Spa viele Plätze gutmachen», sagt Fabio.

Die Strecke besteht aus drei Sektoren. Jeder hat es in sich. In Sektor 1, von Start/Ziel bis zum Ende der langen Kemmel-Geraden, ist Topspeed gefragt.

«Wenn du die Haarnadel am Ende der Start- und Zielgeraden nicht optimal erwischt, bist du auch durch Eau Rouge, die im Formel 3 voll geht, nicht wirklich schnell. Und das braucht es, um dann auf der restlichen Bergaufgeraden bis zu Les Combes so richtig Speed mitzunehmen.»

«Der zweite Teil der Strecke ist der klassische Fahrersektor. Mit der Bergabpassage, wo man als guter Fahrer Zeit gewinnen kann.»

«Der letzte Sektor – von Stavelot bis zu Start und Ziel – ist der Teil der Strecke, wo du am längsten Vollgas fährst. Dort ist es von Vorteil, wenn du Windschatten hast.»

Nicht unterschätzen darf man in den Ardennen auch das Wetter. Zwar sind für das Wochenende heisse Temperaturen angesagt, aber es kann auch zu Gewittern kommen.

«Spa sollte meinem Fahrstil liegen», sagt Fabio, der in Spa schon getestet, aber noch nie ein Rennen gefahren hat. «Aber mit dem Wetter weiss man nie so genau. Die Vorhersage ist zwar gut, es soll heiss werden, aber das wiederum wird auch den Reifenverschleiss beeinflussen.»

«Wenn es regnen würde, wird Spa zu einer ganz grossen Herausforderung», sagt Fabio. «Aber ich würde mich auch darauf freuen. Ich fahre gerne bei solchen Konditionen.»

Weil am Wochenende in Spa gleichzeitig das 24-Stunden-Rennen stattfindet, ist der Zeitplan der Formel 3 anders als sonst. Training und Qualifying finden bereits am Donnerstag statt. Freitags gehen dann die ersten beiden Rennen über die Bühne, ehe am Samstagmorgen der dritte Lauf auf dem Programm steht.

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