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Am Wochenende findet in Zandvoort das vierte Rennwochenende der FIA Formel-3-Europameisterschaft statt. Mit dabei natürlich auch Fabio Scherer. Er will auf der legendären Rennstrecke im niederländischen Badeort sein Punktekonto weiter aufstocken.

Der 19-Jährige hofft, dass die 4,3 Kilometer lange Strecke, die sich in den Sanddünen ein paar hundert Meter von der Nordsee entfernt befindet, gut zu ihm passt, denn die Piste von Zandvoort ist eine „echte Fahrerstrecke“ – genau der Typ Rundkurs, den Fabio liebt.

Wichtig ist, dass Fabio zum ersten Mal in dieser Saison auf einer Strecke antritt, auf der er zuvor gefahren ist: 2016 in der ADAC Formel 4.

„Es ist eine tolle Strecke – nach alter Schule des Motorsports“, sagt Fabio. „Es gibt einige Kurven, die richtig Spass machen. Wichtig ist, dass du immer schön auf der Linie bleibst, denn es besteht schnell die Gefahr, dass du zu weit nach aussen getragen wirst. Die Strecke ist eine echte Herausforderung. Als Fahrer musst du körperlich sehr stark sein, um das Beste daraus zu machen.“

„Kurve 7, Scheivlak genannt, ist beispielsweise eine Ecke, die mir gut gefällt. Man kann sie mit dem Formel-3-Auto mit nehmen. Auch Turn 8, Mastersbacht, ist spannend. Wenn man aus der Kurve kommt, muss man sich perfekt auf die nächste Bremszone vorbereiten. Das macht es schwierig.“

Fabio, der einen von Motopark eingesetzten Dallara-Volkswagen fährt, betont auch, dass die Strecke einige Überraschungen parat haben kann: „Es kann ziemlich kalt sein. Auch ein Regenguss ist daher nie ausgeschlossen.“

„All diese Faktoren machen es zu einem interessanten Ort für ein spannendes Rennwochenende. Ich freue mich darauf und meine Strategie ist es, sicherzustellen, dass ich das ganze Wochenende konstant bin und keine Fehler mache. Ich möchte mein ganzes Potenzial nutzen.“

Das vierte Event dieser Formel-3-Saison beginnt am Freitag mit dem freien Training und den wichtigen Qualifyings.

„Es wird entscheidend sein, sich möglichst weit vorne zu qualifizieren. Denn Überholen ist auf dieser Strecke sehr schwierig“, sagt Fabio. „Es gibt ziemlich viele Kurven, wo man mittleren oder hohen Abtrieb braucht. Daher ist es schwierig, anderen Autos so nahe zu folgen, dass man einen Angriff starten kann.“

Eine weitere Herausforderung ist der Sand. Der wird gerne von den Dünen auf die Strecke geblasen und verschmutzt die Ideallinie. Das beeinflusst natürlich die Bedingungen und führt dazu, dass jedes Training und jedes Rennen anders sein kann.

„Die Bedingungen können sich aufgrund der Nähe zu den Sanddünen sehr schnell ändern. Anderseits ist der Abtrieb eines F3-Autos groß genug, dass der Sand schnell von der Rennstrecke weggefegt wird“, sagt Fabio.

„Einige Kurven sind langgezogen, daher kann auch der Reifenverschleiß zum Problem werden. Zandvoort ist eine dieser Rennstrecken, wo es ziemlich einfach ist, die Reifen zu zerstören, wenn man nicht aufpasst. Wenn die Umgebung- und Asphalttemperaturen jedoch nicht zu hoch sind, sollte es möglich sein, den Verschleiß im Griff zu haben.“

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