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Fabio Scherer hat am dritten Rennwochenende der FIA Formel 3 am berühmt-berüchtigten Norisring nicht nur einen weiteren Punkt geholt, er hat auch viele Erfahrungen gesammelt.

Der Schweizer, der seine erste Formel-3-Saison absolviert, hat alle drei Rennen beendet und im dritten Durchgang hier am Norisring die schnellste Rennrunde gedreht.

Das Wochenende fing für den 19-jährigen Fabio sehr gut an. Im freien Training fuhr er mit seinem Dallara-Volkswagen vom Team Motopark die drittschnellste Zeit. Leider konnte er im Qualifying diese Performance auf der 2,3 km kurzen Strecke nicht wiederholen.

„Die Strecke war im Qualifying zuerst feucht, trocknete dann langsam ab“, sagt Fabio. „Auf meiner besten Runde habe ich in der letzten Kurve eine weisse Markierung am Boden erwischt. Dadurch hatte ich Traktion verloren. Schliesslich reichte die Zeit nur für Startplatz 11. Das war sehr ärgerlich, weil ich schnell genug gewesen wäre für eine bessere Startposition.“

Auf der Aufwärmrunde vor dem ersten Start hatten an Fabios Auto die Bremsen überhitzt. Das Hat sich dann leider beim Start negativ ausgewirkt.

„Die Kombination aus wenig Abtrieb und der Tatsache, dass die Bremsen auf dem Norisring hart rangenommen werden, macht es sehr schwierig, das richtige Mass beim Aufwärmen zu finden.

„Ich habe auf meiner Warm-up-Runde dieselbe Prozedur abgespult wie sonst. Aber als ich zu meinem Startplatz kam, spürte ich, dass die Bremsen zu heiss waren. Bevor die roten Lichter ausgingen, rollte der Wagen davon.“

Wegen des Frühstarts bekam Fabio von den Stewards eine Durchfahrstrafe aufgebrummt. Dadurch fiel er ans Ende des Feldes auf P19 zurück.

Im Qualifying für die Rennen 2 und 3 versuchte Fabio sich gegenüber dem Vortag zu verbessern. Das gelang ihm aber nicht ganz.

„Sechs oder sieben Minuten vor Quali-Ende lag ich ganz vorne. Doch dann tat ich mich mit dem Reifen-Management schwer. Während die anderen Fahrer sich noch verbesserten, blieb ich auf meiner Zeit sitzen. Das bedeutet P14 für Rennen 2 und P12 für Rennen 3. Der Rückstand auf die Bestzeit: nur 0,2 Sekunden.“

Im zweiten Rennen konnte Fabio einige Positionen gutmachen und beendete das Rennen als Zehnter in den Punkten. Beim Start zum dritten Durchgang kam der von Stobag, ATS und Eterna unterstützte F3-Rookie nicht gut aus den Pflöcken. Das Ergebnis: Platz 16. Immerhin: Mit der schnellsten Rennrunde bewies Fabio, dass er das Tempo der Schnellsten am Norisring mitgehen konnte.

„Ich habe schon mehrfach gezeigt, dass ich den Speed habe. Aber ich muss den Fokus noch viel mehr auf meine Rennstrategie legen. Ich muss da ein sehr strenges Programm befolgen, um regelmässig ganz vorne zu stehen.“

Nach neun Läufen liegt Fabio auf dem 16. Zwischenrang. In der Rookie-Wertung belegt er den sechsten Platz.

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