Fabio Scherer hat die Saison 2018 der FIA Formel-3-Europameisterschaft in Pau mit einem vierten Rang im zweiten Rennen am Sonntag begonnen. Die Absicht, dass er um den Sieg fahren kann, hatte er bereits im Rennen am Sonntagmorgen unterstrichen.

Der 18-jährige Schweizer hat sich bei seinem Debüt auf dem sehr anspruchsvollen Kurs im Südwesten von Frankreich mit einer kämpferischen Darbietung in die Herzen der Fans gefahren.

Bereits am Samstag, im zweiten verregneten Qualifying, hat Fabio seine ausgezeichnete „car control“ unter Beweis gestellt und qualifizierte sich für beide Sonntagsrennen in der zweiten Startreihe.

Am Sonntagnachmittag im eigentlichen Hauptrennen regnete es dann noch stärker. Und der von Stobag unterstützte Fabio musste am Start dem vor ihm gestarteten Spanier Alex Palou ausweichen, weil er der nicht aus den Pflöcken kam. Dennoch reihte er sich vor der ersten Kurve als Vierter ein.

Fabio war gerade dabei den Rückstand auf seinen Vordermann zu verringern, als der Regen immer stärker wurde und die Rennleitung das Feld mit dem Safety-Car einsammelte. Nach einer mehrminütigen Pause wurde das Rennen dann als beendet erklärt. Womit Fabio sein erstes F3-Wochenende mit einem vierten Rang beschliessen konnte.

„Mein Start war gut, aber weil ich dem stehengebliebenen Auto vor mir ausweichen musste, verlor ich Traktion“, erklärt Fabio.

„Ich habe danach meine Runden sauber abgespult, weil ich unbedingt Punke einfahren wolllte. Ich denke, es wäre noch etwas mehr möglich gewesen. Aber die Bedingungen waren schwierig und mit Platz 4, respektive Platz 2 bei den Rookies, kann ich zufrieden sein.“

Im ersten Rennen am Sonntag lag Fabio als Zweiter sogar auf Podestkurs. Als er in der kniffligen Foch-Schikane die Leitschiene berührte und das Rennen für ihn in der Mauer endete.

„Ich hatten einen super Start erwischt und bin von P4 sofort auf P2 vorgefahren“, sagt Fabio. „Danach kämpfte ich um die Leaderposition. Aber dann hat mich ein Konkurrent in Turn 4 von hinten in das führende Auto geschoben. Danach war die linke Vorderradaufhängung nicht mehr ganz okay. Zwei Runden später übertrieb ich es und landete in Kurve 7 in der Mauer. Das war sehr ärgerlich.“

Im ersten Rennen am Samstag belegte Fabio in seinem von VW angetriebenen Dallara F317 vom Team Motopark den 12. Platz.

„Der Start im ersten Rennen war nicht so gut. Ich habe eine Position verloren. Danach lief es aber ganz gut. Nach einer kurzen Full Course Gelbphase hatte ich ein Problem mit dem Speedlimiter. Das hat mich ein paar Positionen gekostet. Aber diese verlorenen Plätze habe ich mit ein paar guten Überholmanövern wieder gut machen können, was letztlich auch das Beste an diesem Rennen war.

Fabio ist mit dem Erreichten soweit zufrieden, sagt aber auch, dass mehr Punkte dringelegen wären. „Für mein erstes Wochenende in der FIA Formel 3 war es okay. Aber ich hätte mehr Punkte mitnehmen können.“

„Der Speed war bereits sehr gut. Aber ich muss noch sauberer fahren und darf keine Fehler machen. Mit Blick auf das nächste Rennen in Budapest bin ich sehr zuversichtlich. Ich bin ziemlich sicher, dass ich dort mein Punktekonto aufstocken werde.“

Das nächste Formel-3-Wochenende findet am 2./3. Juni auf dem Hungaroring statt. Im Gegensatz zu Pau kennt Fabio diese Strecke von den offiziellen Testfahrten.

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