Der Schweizer Rennfahrer Fabio Scherer wird am Wochenende sein erstes Rennen zur FIA Formel-3-Meisterschaft für das Team Motopark bestreiten. Austragungsort ist der berühmt-berüchtigte Straßenkurs im französischen Pau.

Für den 18-Jährigen beginnt damit die wichtigste Saison seiner bisherigen Karriere, nachdem er 2017 noch in der ADAC Formel 4 am Start gestanden hatte.

Eine Reihe von erfolgreichen Vorsaison-Tests haben das Vertrauen und die Zuversicht Fabios gestärkt. Er ist sich aber bewusst, dass das erste Rennwochenende in Pau nahe der spanischen Grenze eine große Herausforderung wird. Es ist das erste Rennen für Fabio auf einem Straßenkurs.

Die 2,76 Kilometer kurze Rennstrecke in Pau wird gerne mit dem F1-Rundkurs in Monte Carlo verglichen. Es gibt sogar Stimmen, die sagen, dass Pau der anspruchsvollere Straßenkurs sei. Weil die Strecke sehr schmal ist, sind Überholmöglichkeiten begrenzt.

„Ich bin sehr glücklich, dass die Saison endlich losgeht, und ich bin zuversichtlich, dass ich ein gutes Wochenende haben kann“, sagt Fabio. „Es wird sicher nicht einfach werden. Und ich denke, dass das Qualifying wegweisend sein wird. Erwischt man keine gute Sitzung, wird man in der Startaufstellung weit hinten stehen. Und das macht es in Pau sehr schwierig.“

„Aber es ist nicht nur das Überholen allein, das dieses Rennen zu einer so großen Herausforderung macht. Es gibt auch viele Mauern entlang der Strecke und hohe Randsteine. Es braucht nicht viel und man fährt sich etwas am Auto kaputt. Und dann ist das Wochenende sehr schnell gelaufen.“

Wenn Fabio also Punkte holen oder gar aufs Podest fahren will, muss er sehr behutsam vorgehen. Dessen ist sich der Luzerner bewusst.

„Das Wichtigste ist, die Ruhe bewahren. Und dann im richtigen Moment auf eine freie Runde zu hoffen, um eine schnelle Quali-Zeit hinzulegen.“

„Im Rennen spielt dann auch noch der Faktor Glück eine Rolle. In der Vergangenheit hat es in Pau immer wieder Unfälle und Kollisionen gegeben. Es kann sein, dass solche Situationen eintreffen und sie einem dann in die Karten spielen.“

Fabio hat zuvor noch nie ein Rennen auf einem Straßenkurs absolviert. So gesehen ist der Saisonauftakt der FIA Formel 3 für ihn eine wahre Herkulesaufgabe. Doch Fabio hat viele Runden im Simulator abgespult. Und sich die Strecke von Pau sehr genau eingeprägt. Außerdem ist da immer noch sein Team Motopark, auf das er sich verlassen kann. Und dass ihm mit seiner Erfahrung (ein Laufsieg in Pau 2017) bei seinem ersten Rennen in einer Stadt mit allen Mitteln unterstützen wird.

„Klar ist es heikel, wenn du in einer neuen Meisterschaft gleich als Erstes auf einem Straßenkurs antreten musst. Aber ich mache mir keine Sorgen. Ich glaube, ich kann auf jeder Strecke einen guten Job machen. In der Vergangenheit habe ich des Öfteren auf neuen Strecken, die besonders herausfordernd waren, gut abgeschnitten. Ich hoffe, dass das auch für die Rennen in Pau gilt.“

Der Zeitplan sieht vor, dass am Freitag ein Qualifying stattfindet, aus dem die Startaufstellung für das erste Rennen am Samstag ermittelt wird. Die schnellste Runde aus dem zweiten Qualifying am Samstag bestimmt dann den Startplatz für das zweite Rennen, das am Sonntag ausgetragen wird. Für Rennen 3 ist die zweitschnellste Quali-Zeit ausschlaggebend.

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