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Am Wochenende (1-3 Juni) wird Fabio Scherer am Hungaroring, eine der anspruchsvollsten Strecken im Kalender, sein zweites Rennwochenende in der FIA Formel-3-Europameisterschaft absolvieren.

Fabio kennt die Strecke bereits von einem offiziellen Test, der vor der Saison am Hungaroring, 20 Kilometer nordöstlich von Budapest, stattgefunden hat. Allerdings bei kühleren Bedingungen.

Denn die Wettervorhersage fürs Wochenende verspricht andere Temperaturen. Bis zu 35 Grad heiss soll es werden. Das bedeutet, dass man mit den Reifen sehr behutsam umgehen muss.

«Am ersten Wochenende in Pau war klar ersichtlich, dass ich mich laufend gesteigert habe», sagt der 18-jährige Luzerner, der als Meisterschafts-Zwölfter nach Ungarn reist. «Nun ist es wichtig, dass wir uns den Details zuwenden und unsere Strategie so perfekt hinkriegen, dass wir die kleine Lücke nach vorne schliessen können.»

«Das Ziel an diesem Wochenende ist es, konstant zu fahren und möglichst in allen drei Rennen Punkte zu holen. Es wird auf jeden Fall kein leichtes Wochenende, aber ich werde alles daransetzen, mich weiter zu verbessern. Auf einer solch schwierigen Strecke wie der Hungaroring ist es besonders wichtig, möglichst viel zu lernen.»

Der technisch anspruchsvolle Hungaroring besteht aus 14 Kurven – die meisten davon langgezogen und für Formel-3-Verhältnisse langsam. Nur einmal, bei Start und Ziel, geht es auf dem 4,381 km langen Rundkurs, auf dem auch die Formel 1 gastiert, längere Zeit geradeaus.

Fabio, der für das Team Motopark einen Dallara-Volkswagen fährt, hat sich für die Rennen am Hungaroring vorgenommen, seinen sonst so angriffigen Fahrstil den Konditionen möglichst perfekt anzupassen. «Um hier schnell zu sein, muss man sehr präzise und ruhig fahren», sagt Fabio. «Vor allem, wenn es dann noch so heiss ist. Ich bin für einen eher aggressiven Fahrstil bekannt. Ich muss da also sehr behutsam vorgehen.»

«Wir fahren am Hungaroring mit sehr viel Downforce. Da ist es umso wichtiger, eine saubere Linie zu finden. Die Aerodynamik verzeiht dir keine Fehler. Machst du welche, verlierst du noch mehr Zeit.»

Der enge und mit vielen Kurven gespickte Kurs macht das Überholen auf dieser Strecke sehr schwierig. Umso wichtiger ist es, im Qualifying eine gute Startposition herauszufahren. «Es wird sehr wichtig sein, dass man schon in den ersten Runden des Qualifyings gute Zeiten fährt, weil die Reifen durch die Hitze schneller abbauen.»

Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet sich am Ende der langen Start-/Zielgeraden, wenn die Strecke in eine langgezogene Rechtskurve mündet. «Allerdings», warnt Fabio, «wird das gar nicht so einfach werden. Denn dieser Kurve geht Turn 14 voraus, ein langgezogener Rechtsknick, in dem es aufgrund der Aerodynamik wichtig ist, sauber hinter dem Vordermann rauszukommen. Gelingt das nicht, hat man auf der nachfolgenden Geraden zu viel Abstand um anzugreifen.»

Obwohl der Hungaroring aufgrund seiner Charakteristik immer wieder mal in der Kritik steht, habe er laut Fabio durchaus seinen Reiz. «Ich mag zum Beispiel Turn 4, ein schneller Linksbogen. Die Kurve wird blind angefahren. Man sieht nicht wirklich, wo es langgeht. Umso wichtiger ist es, die Linie perfekt zu treffen. Wer hier zu weit nach aussen gerät, hat in Kurve 5 ein Problem.»

Das Wochenende startet am Freitag mit einem freien Training und dem ersten Qualifying. Samstags findet dann das erste Rennen sowie das zweite Qualifying statt. Gefolgt von zwei weiteren Rennen am Sonntag. Alle Sitzungen können per Lifestream auf www.fiaf3europe.com verfolgt werden. Die Rennen werden ausserdem live bei n-tv gezeigt.

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