Am Wochenende (15.-17. September) steigt am Sachsenring der vorletzte Event zur diesjährigen ADAC Formel 4. Für Fabio Scherer erneut eine gute Gelegenheit, nochmals Top-Ergebnisse einzufahren.

Der 18-jährige aus Aesch im Kanton Luzern ist in dieser Saison schon drei Mal auf dem Podium gestanden. Gegenwärtig liegt er auf dem sechsten Zwischenrang. Bei sechs ausstehenden Rennen möchte Fabio seine Bilanz noch aufbessern.

Der Fahrer aus dem Team von US Racing sagt: “Ich möchte zum Saisonende nochmals ein paar gute Ergebnisse holen. Wichtig wird sein, dass wir den Speed umsetzen können. Wir waren eigentlich über das ganze Jahr gesehen immer und überall schnell. Aber wir hatten etwas Pech. Und ich habe auch den einen oder anderen Fehler gemacht. Ich glaube, dass ich ohne diese Missgeschicke zum jetzigen Zeitpunkt 40 Prozent mehr an Punkten auf meinem Konto hätte.”

“Im Vorjahr hatte ich am Ende der Saison 26 Zähler auf dem Konto. Heute sind es 98,5. Das zeigt, welche Fortschritte ich gemacht habe. Mein Ziel für dieses Wochenende: Am Limit fahren und das Maximum herausholen. Ich möchte unbedingt noch so viele Podestplätze einfahren wie möglich. Und die Saison mit einigen Erfolgserlebnissen abschließen.”

Schauplatz der Läufe 16, 17 und 18 ist der 3,64 km kurze Sachsenring. Fabio hat dort Ende August erfolgreich getestet. Was ihm für die drei Rennen am Wochenende sehr viel Selbstvertrauen gibt.

Wichtig ist dabei einmal mehr ein gutes Reifenmanagement. Das weiß auch Fabio: “Es ist eine sehr spezielle Strecke. Du hast eine Rechtskurve, dann folgt ein Linksknick und dann gleich wieder eine Rechtskurve. Danach geht es nur noch links herum.  Ich mag die Strecke. Die Tempis sind sehr hoch. Es macht Spaß dort zu fahren.  Allerdings ist es mit dem Formel 4 nicht ganz einfach. Es kann immer wieder passieren, dass einem das Heck ausbricht.”

“Auch ist es schwierig, die Reifen auf Temperatur zu kriegen. Vor allem das linke Vorderrad. Weil es halt eben so oft links herum geht und die Belastung dann auf der rechten Seite liegt. Wenn man also zu viel pusht, besteht die Gefahr, dass die rechten Reifen nach drei Runden schon hinüber sind.”

Zwei weitere Faktoren, so der von Stobag, Eterna und ATS unterstützte Fabio Scherer, werden am Wochenende ebenfalls eine wichtige Rolle spielen: ein neuer Belag und das Wetter.

“Auf dem neuen Asphalt waren wir beim Testen rund 1,5 bis 2 Sekunden schneller als bisher. Das war allerdings bei recht warmen Bedingungen. Am Wochenende rechne ich mit kühleren Temperaturen. Und vielleicht sogar ein paar Regentropfen. Das wird den Ausgang der Rennen sicher beeinflussen.”

Das Qualifying findet am Freitag um 15.45 Uhr statt. Das erste Rennen am Samstag wird um 11.05 Uhr gestartet. Die beiden Durchgänge am Sonntag steigen um 9.20 und 15.45 Uhr.

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