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Fabio Scherer hat beim siebten Event der FIA Formel-3-Europameisterschaft nicht nur weitere Punkte geholt, er hat im dritten Rennen am Sonntag im Dauerregen von Misano auch seinen vierten Rookie-Podestplatz eingefahren.

Dem 19-jährigen Motopark-Piloten gelangen nach einem schwierigen Qualifying am Sonntag doch noch zwei starke Rennen. Im ersten Durchgang kämpfte er sich von Startplatz 18 auf den zehnten Platz vor. Im dritten Rennen wurde er – von derselben Gridposition – Achter im Gesamt- und Dritter im Rookieklassement.

Fabio war am Freitag sehr gut in das Wochenende gestartet. Die Zeiten im freien Training waren sehr ermutigend. Umso grösser dann die Enttäuschung über den 16. Startplatz im ersten Qualifying.

«Wir hatten uns entschlossen, nur einen Reifensatz zu verwenden. Dieser Poker ist leider nicht aufgegangen», sagt Fabio. «Ich konnte im ersten Rennen von dieser Startposition nicht viel ausrichten und wurde nur 14.»

Das zweite Qualifying für die Rennen 2 und 3 fand im Nassen statt. Fabio hatte sich gute Chancen ausgerechnet. Auch weil er unter solchen Verhältnissen in der Regel sehr gut abschneidet.

«Doch dann erwischte ich einen schlechten Reifensatz, mit dem ich chancenlos war», so Fabio.

«Als ob das nicht schon genug wäre, gab es auch noch Ärger mit den Stewards. Jeder, der zweimal neben der Strecke war, bekam eine Strafe. Auf meiner schnellsten Runde hat alles gepasst. Da war ich innerhalb der Tracklimits. Doch auf einer anderen Runde machte ich einen Fehler und kam von der Piste. Das hat mich eine Position gekostet.»

«Die Entscheidung kam mir etwas hart vor. Man sah auf den TV-Bildern, dass ich zwar neben der Strecke war, aber nicht absichtlich, um einen Vorteil zu generieren. Aber es ist wie es ist. Am Sonntag lief es dafür umso besser.»

Im ersten Rennen am Sonntagmittag war es teilweise nass. An anderen Orten der Strecke trocknete es bereits wieder ab. Fabio stürmte in nur zwei Runden von Startplatz 18 auf Platz 12 nach vorne und beendete das Rennen schliesslich als Zehnter in den Punkten.

«Ich war mit meiner Leistung zufrieden. Ich konnte das schlechte Quali hinter mir lassen und konnte auf einer Strecke, auf der das Überholen schwierig ist, einige Positionen gutmachen.»

Das dritte Rennen startete mit Verzögerung. Der erste Versuch musste wegen einem orkanartigen Wolkenbruch abgebrochen werden. Als das Rennen dann endlich freigegeben wurde, war Fabio in seinem Element und fuhr mit seinem Dallara-Volkswagen rasch auf Platz 14 vor.

Nach einer Safety-Car-Phase bei Halbzeit preschte Fabio auf Platz 8 vor. Dabei überholte er in einer Runde sechs Autos.

«Ich machte beim Restart viele Positionen gut», sagte Fabio. «Aber ich hatte danach auch alle Hände voll zu tun, diesen Platz zu verteidigen, denn mein Auto war nicht mehr wirklich top.»

Der Grund: «Nach einer Berührung zu Beginn des Rennens war die Aufhängung und der Frontflügel krumm. Es war schwierig so zu fahren. Das linke Vorderrad blockierte beim Bremsen. Und der Frontflügel bewegte sich auch ständig hin und her. Unter diesen Umständen Achter zu werden, macht mich happy.»

«Nach den beiden Qualifyings und dem ersten Rennen fühlte ich mich ziemlich mies. Aber dank den beiden Sonntagsrennen fühle ich mich jetzt wieder besser. Mit dem Ausgang der beiden Rennen kann ich zufrieden sein  – so macht Motorsport Spass!»

«Ich bedanke mich bei meinem Team Motopark. Die Jungs haben hart gearbeitet und es mir ermöglicht nach zwei verpatzten Qualifyings doch noch in die Punkte zu fahren.»

Für Fabio geht es in zwei Wochen am 8./9. September weiter. Dann stehen die Läufe 22 bis 24 auf dem Nürburgring auf dem Programm.

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